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Man muss wissen, wie weit man zu weit gehen darf.

Zitat: Jean Cocteau (französischer Schriftsteller, Regisseur und Maler)

 

Berg- und Hochtourenskala

 

Hauptkriterien  
Grad Fels UIAA-Grad Firn und Gletscher Touren-Beispiele Grad (fr.)
L (Leicht) einfaches Gehgelände (Geröll,
einfacher Blockgrat)
ab I einfache Firnhänge,
kaum Spalten
Wildhorn Normalroute,
Breithorn SSW-Flanke
F (Facile)
WS (Wenig Schwierig) -

+
meistens noch Gehgelände, erhöhte
Trittsicherheit nötig, Kletterstellen
übersichtlich und problemlos
ab II in der Regel wenig steile
Hänge, kurze steilere
Passagen, wenig Spalten
Balmhorn Normalroute,
Nadelhorn NE-Grat,
Gross Fiescherhorn
PD (Peu Difficile)
ZS (Ziemlich Schwierig) -

+
wiederholte Sicherung notwendig,
längere und exponierte Kletterstellen
ab III steilere Hänge, gelegentlich
Standplatzssicherung, viele
Spalten, kleiner Bergschrund
Diamantstock-Ostgrat,
Dent Blanche S-Grat,
Schreckhorn SW-Grat
AD (Assez Difficile)
S (Schwierig) -


+
guter Routensinn und effiziente
Seilhandhabung erforderlich, lange
Kletterstellen, erfordern meistens
Standplatzsicherung
ab IV sehr steile Hänge, meistens
Standplatzsicherung not-
wendig, viele Spalten,
grosser Bergschrund
Eiger Mittellegigrat,
Matterhorn Zmuttgrat
D (Difficile)
SS (Sehr Schwierig) -


+
in den schwierigen Abschnitten
durchgehende Standplatzsicherung
nötig, anhaltend anspruchsvolle
Kletterei
ab V anhaltendes Steilgelände,
durchgehende Standplatzsicherung
Doldenhorn Ostgrat,
Liskamm NE-Wand
TD (Très Difficile)
AS (Äusserst Schwierig) -

+
Wanddurchstiege, die grosses
Engagement erfordern
ab VI sehr steile und senkrechte
Stellen, erfordern Eiskletterei
Eiger Nordwand,
Matterhorn Bonattiroute
ED (Extrêmement Difficile)
EX (Extrem Schwierig) -

+
extrem steile, teilweise überhängende
Wanddurchstiege
ab VII Eiskletterei extremster
Richtung
Eiger Tschechenrouten  


Hilfskriterien

UIAA-Kletterskala

 

Die folgende verbale Beschreibung der UIAA-Skala stammt noch aus der Zeit vor der Entstehung des modernen Sportkletterns. Sie ist daher nur sehr bedingt auf diese Form des Kletterns mit ihren verbesserten sicherungs- und ausrüstungstechnischen Möglichkeiten übertragbar. Mittlerweile wird von Seiten der UIAA auf solche Definitionsversuche aufgrund ihrer fehlenden Objektivierbarkeit und der Schwierigkeit adäquater Beschreibungen weitgehend verzichtet.

 

Grad Beschreibung
I Geringe Schwierigkeiten. Einfachste Form der Felskletterei (kein leichtes Gehgelände!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichtes erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit bereits erforderlich.
II Mässige Schwierigkeiten. Fortbewegung mit einfachen Tritt- und Griffkombinationen (Drei-Haltepunkte-Technik).
III Mittlere Schwierigkeiten. Zwischensicherungen an exponierten Stellen empfehlenswert. Senkrechte Stellen oder gutgriffige Überhänge verlangen bereits Kraftaufwand.
IV Grosse Schwierigkeiten. Erhebliche Klettererfahrung notwendig. Längere Kletterstellen erfordern meist mehrere Zwischensicherungen.
V Sehr grosse Schwierigkeiten. Zunehmende Anzahl der Zwischensicherungen ist die Regel. Erhöhte Anforderungen an körperliche Voraussetzungen, Klettertechnik und Erfahrung. Lange hochalpine Routen im Schwierigkeitsgrad V zählen bereits zu den ganz grossen Unternehmungen in den Alpen.
VI Überaus grosse Schwierigkeiten. Die Kletterei erfordert überdurchschnittliches Können und guten Trainingsstand. Grosse Ausgesetztheit, oft verbunden mit kleinen Standplätzen. Passagen dieser Schwierigkeit können in der Regel nur bei guten Bedingungen bezwungen werden. (Manchmal kombiniert mit künstlicher Kletterei: A1 bis A4).
VII Aussergewöhnliche Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch sehr gute Kletterer benötigen ein an die Gesteinsart angepasstes Training, um Passagen dieser Schwierigkeit sturzfrei zu meistern. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerlässlich.
VIII-XI Eine verbale Definition ist hier nicht möglich. Es handelt sich um eine weitere Steigerung der zu bewältigenden Schwierigkeiten, die an das Kletterkönnen und die physische wie auch psychische Leistungsfähigkeit immer höhere Anforderungen stellen.
  Die Gradabstufung kann durch die Bezeichnung wie "ausgesetzt", "heikel", "athletisch" usw. ergänzt werden. Der erforderliche Kraftaufwand (Grad der Anstrengung) wird wie folgt umschrieben: wenig anstrengend, ziemlich anstrengend, anstrengend, sehr anstrengend.

 Klettersteige

Für Klettersteige gibt es noch keine allgemein anerkannte Skala. Es werden verschiedene vier- bis fünfstufige Skalen verwendet. Eine der bekanntesten ist die verbale „Hüsler-Skala“ („wenig schwierig” bis „extrem schwierig”), die oft auch mit Buchstaben (A–E) bezeichnet wird.

A (wenig schwierig) Schwierigkeit: einfach

Gelände: flach bis steil, meist felsig oder von Felsen durchsetzt, ausgesetzte Passagen möglich
Sicherung: Drahtseile, Ketten, Eisenklammern („Klampfen”) und vereinzelt kurze Leitern; Begehung größtenteils ohne Verwendung der Sicherungseinrichtungen möglich
Voraussetzungen: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit empfohlen, Bürokondition (hängt allerdings von der Länge der Tour ab)
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung empfohlen. Geübte Geher werden hier auch ohne Selbstsicherungen anzutreffen sein. Gesichert gehen ist aber keine Schande!

B (mäßig schwierig) Schwierigkeit: einfach bis mäßig schwierig, teilweise etwas anstrengender bzw. Kräfte raubend

Gelände: steileres Felsgelände, teilweise kleine Tritte, mit ausgesetzten Stellen ist auf jeden Fall zu rechnen
Sicherung: Drahtseile, Ketten, Eisenklammern, Trittstifte, längere Leitern (u. U. auch senkrecht); Begehung ohne Sicherungseinrichtungen möglich, aber Schwierigkeiten bis zum 3. Schwierigkeitsgrad (UIAA) sind zu erwarten
Voraussetzungen: wie bei A, allerdings bessere Kondition und etwas Kraft und Ausdauer in Armen und Beinen deutlich von Vorteil
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung empfohlen; Begehung auch im Seilschaftsverband möglich

C (schwierig) Schwierigkeit: größtenteils schwierig, anstrengend und Kräfte raubend

Gelände: steiles bis sehr steiles Felsgelände, meist kleine Tritte, längere bzw. sehr häufig ausgesetzte Passagen
Sicherung: Drahtseile, Eisenklampfen, Trittstifte, oft längere und sogar überhängende Leitern, Klammern und Stifte können auch weiter auseinander liegen; in senkrechten Abschnitten manchmal auch nur ein Drahtseil; Begehung ohne Benutzung der fixen Sicherungseinrichtungen möglich, Schwierigkeiten liegen aber oft schon im 4. Schwierigkeitsgrad (UIAA)
Voraussetzungen: gute Kondition, da längere Anstiege in diesem Schwierigkeitsgrad bereits zu den großen Klettersteig-Unternehmen zählen
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung wie B ist dringend zu empfehlen, Ungeübte bzw. Kinder sind ev. sogar ans Seil zu nehmen

D (sehr schwierig) Schwierigkeit: sehr schwierig, sehr anstrengend und sehr Kräfte raubend

Gelände: senkrechtes, oft auch überhängendes Gelände; meist sehr ausgesetzt
Sicherung: Drahtseil, Eisenklammern und Trittstifte (liegen vielfach weit auseinander); an ausgesetzten und steilen Stellen oftmals nur ein Drahtseil
Voraussetzungen: wie bei C, allerdings guter körperlicher Zustand, genug Kraft in Armen und Händen, da längere senkrechte bis überhängende Stellen auftreten können; auch kleinere Kletterstellen (bis zum 2. Schwierigkeitsgrad) ohne Sicherungseinrichtungen sind möglich
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung obligatorisch, selbst erfahrene Klettersteiggeher sind im Seilschaftsverband anzutreffen; für Anfänger und Kinder nicht empfehlenswert

E (extrem schwierig) Schwierigkeit: extrem schwierig, da sehr anstrengend und äußerst Kräfte raubend

Gelände: senkrecht bis überhängend; durchwegs ausgesetzt; sehr kleine Tritte oder Reibungskletterei
Sicherung: wie D, allerdings öfter mit Kletterei kombiniert
Voraussetzungen: viel Kraft in Händen (Fingern), Armen und Beinen, erhöhtes Maß an Kondition, Beweglichkeit, über längere Strecken kann die Hauptlast auf den Armen liegen
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung obligatorisch, Seilschaftsverband gerade bei Touren mit Stellen ohne Sicherungseinrichtungen überlegenswert; für Anfänger und Kinder nicht zu empfehlen

 

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